11/29/2012

Special Request: Good Times Bad Times (Led Zeppelin)

Der Spendenmarathon geht weiter. Ich freue mich riesig über die grossartige Resonanz auf meinen Blog und über die wirklich tollen Wunschsongs.

Good Times Bad Times ist der Opener von Led Zeppelin's Debüt-Album und ich stelle mir immer vor, wie die Leute 1969 von diesem Song geradezu weggeblasen wurden. Nur etwas über 2.30 min. ist der Song lang und enthält doch so viel, was das Gengre Hard-Rock die ganzen Siebziger über prägen sollte. Das besondere an Led Zeppelin war dabei von Anfang an die wahnsinnig groovende Rhythmusgruppe aus John-Paul Jones und John Bonham . John-Paul Jones erklärte in einem Interview woher dieser für Hard-Rock doch eher ungewöhnliche Ansatz kam:  
"Klar, wir standen total auf Motown und Stax, überhaupt auf Soul, und James Brown. Und das ist einer der Gründe für mich immer zu betonen, dass Zeppelin eine der wenigen Rock-Bands war, die swingte. Wir hatten damals echt den Groove intus."

Und das ist auch der Grund warum ich John-Paul Jones so schätze, denn er hat die Motown-Grooves eines James Jamerson mit harter Rockmusik verbunden und das Ergebnis ist einfach sensationell.
Der Song war auch der Opener als Led Zeppelin am 10. Dezember 2007 ihren Reunion-Gig in London gaben, welcher jetzt unter dem Titel "Celebration Day" auch als CD und DVD veröffentlicht wurde. Ein absolutes Muss für Fans, aber auch für alle anderen, die danach sicherlich Fans werden. Immerhin wollten damals ca. 20 Millionen Menschen Tickets für dieses Konzert haben und das ist sogar im Guiness-Buch der Rekorde verzeichnet.


Der Song ist nicht gerade einfach zu spielen. John-Paul Jones sagt dazu: 
"Das ist das schwierigste Riff, das ich jemals geschrieben habe. Aber es war ein guter Opener, weil sich die Band von Anfang an konzentrieren musste."

Daher wollen wir uns zunächst einmal ein paar der schwierigeren Passagen im Detail anschauen. Das Wichtigste ist dabei die Anschlagshand, denn obwohl John-Paul Jones hin- und wieder zum Plektrum griff, ist hier ganz eindeutig Fingerspiel zu hören. In den Strophen und im Gitarrensolo gibt es ein paar tricky 16tel-Passagen, die nur durch geschicktes Kombinieren von Wechselschlag und Raking gemeistert werden können. Unter "Wechselschlag" versteht man das konsequente Abwechseln von Zeigefinger (i) und Mittelfinger (m). "Raking" bezeichnet das "Durchziehen" eines Anschlagsfingers über mehrere Saiten hinweg, was natürlich nur von hohen zu tiefen Saiten funktioniert.
Schauen wir uns zunächst die Strophen an:


An den blau markierten Stellen wird hier also der Zeigefinger jeweils von der D- zur A-Saite durchgezogen.
Im Gitarrensolo sieht das Ganze dann so aus:


Hier findet also "Raking" auch über drei Saiten und sowohl mit Zeige- als auch Mittelfinger statt.

Doch nun zur kompletten Transkription:




Und nun wünsche ich Euch viel sBass beim Üben!!

Mehr Transkriptionen von Led Zeppelin:

Ramble On




11/26/2012

Special Request: You Can't Always Get What You Want (Luther Allison)

Der Spenden-Button glüht! Schon wieder wird meine Arbeit gewürdigt. Ich freue mich.
Als Dankeschön kommt hier der Wunschsong. Eine ziemlich funkige Version des Rolling-Stones-Klassikers vom leider bereits verstorbenen Bluesman Luther Allison, zu finden auf der Compilation "Paint it Blue - A Tribute To The Rolling Stones".
Außer der sehr funkigen Bassline mit schönen geschmackvollen Fills überrascht diese Version mit einem kurzen Zitat von Lou Reed's "Walk On The Wild Side". Sehr cool!









11/24/2012

Special Request: Always On The Run (Lenny Kravitz)

Und noch ein Wunsch-Song!! Vielen Dank für die Spende!
Diesmal wird es "funky" mit einem absoluten Highlight aus Lenny Kravitz' Schaffen. Eigentlich ist "Always On The Run" der Titelsong des Albums "Mama Said" von 1991, denn was Mama alles gesagt hat erzählt uns Lenny ausführlichst im Songtext dieses Songs:

Meine Mama sagt,
das dein Leben ein Geschenk ist!
Und meine Mama sagt,
das ist zu viel Gewicht, das du heben willst!
Und meine Mama sagt,
laß dich nicht mit den bösen Jungs ein!
Und meine Mama sagt,
sei zu Hause, bevor es Morgen wird!
Und meine Mama sagt,
du kannst reich oder arm sein!
Aber meine Mama sagt,
du kannst groß oder klein sein!

.................................................

usw. lauter gut Mama-Ratschläge, denen wir uns meist erst erinnern, wenn es schon zu spät ist......








11/21/2012

Special Request: Rock The Boat (Hues Corporation)

Hurra, der Spendenbutton wurde gedrückt. Ich freue mich und präsentiere hier nun den Wunschsong des Spenders. Dazu gehen wir weit zurück in die Siebziger und in die goldenen Ära der "Disco"-Musik.
Lesen wir zunächst einmal, was Wikipedia zu "Hues Corporation" zu sagen hat:

Hues Corporation war ein US-amerikanisches Pop- und Soul-Trio, das Mitte der 1970er Jahre internationale Erfolge verbuchen konnte. Mitglieder waren Hubert Ann Kelley, St. Clair Lee und Karl Russel.

Ihr 1974er Hit Rock the Boat war ein Welthit und Millionenseller zu Beginn der Disco-Ära und gehörte neben Love's Theme (Love Unlimited Orchestra) und The Sound Of Philadelphia (TSOP) (MFSB) zu den ersten Nummer-1-Hits der Disco-Ära.

Nun, beim allerersten Anhören der Bassline ist mir sofort ein wichtiges Stilelement aufgefallen, nämlich das sogenannte "1-5-6-Pattern". Dieses Pattern wurde sehr häufig von den Bassisten der ungefähr 10 Jahre vorher populären Soul-Ära verwendet. Die Bezeichnung des Patterns bedeutet, dass zur Bildung der Bassline jeweils der Grundton (1), die Quinte (5) und die Sexte (6) des jeweiligen Akkordes verwendet werden.



Es gibt unzählige Basslinien, die nach diesem Prinzip funktionieren. Hier drei Beispiele aus der Soul-Ära:

Das erste Beispiel mit der 1-5-6-Figur stammt aus dem Titel “I Can’t Help Myself (Sugar Pie, Honey Bunch)” von den Four Tops aus dem Jahre 1965. Der Song wurde von der Hausband des Motown-Labels, den sog. Funk Brothers mit James Jamerson am Bass eingespielt.


Im obigen Soundtrack-Clip erklingt die Basslinie einen Halbton höher als notiert, weshalb ich unter den Noten nochmals die original isolierte Basslinie von James Jamerson eingefügt habe.



Aus dem gleichen Jahr (nämlich 1965) stammt ein Hit aus dem Hause Stax, der Song “I Can’t Turn You Loose” von Otis Redding mit einer sehr ähnlichen Basslinie die von Donald “Duck” Dunn gespielt wurde:




Als auftaktige zum Grundton hinführende Figur verwendet James Jamerson das 1-5-6-Pattern im Song "Ain't that Peculiar" von Marvin Gaye. Dabei beginnt er das Pattern jeweils mit der Quinte (5):




Hier wieder die isolierte original Bassline von James Jamerson:


Doch nun zurück zu Hues Corporation. Schauen wir uns das 1-5-6-Pattern im Refrain von "Rock The Boat" einmal an:


Die Rhythmik ist anders, aber die Tonauswahl bleibt mit Grundton (1 bzw. R = Root engl. Grundton), Quinte (5) und Sexte (6) auf das klassische Pattern beschränkt.

Und hier nun der komplette Song:





Ich wünsche Euch viel sBass mit den Basslines!!

11/18/2012

2 Jahre "Weekly Basslines"

Heute vor genau zwei Jahren - am 18.11.2010 - habe ich mit den "Weekly Basslines" begonnen. Seit dem habe ich rund 150 Songs für Euch transkribiert. Insgesamt 116.125 mal ist meine Blog in dieser Zeit aufgerufen worden.
Ich bedanke mich hier für Euer Interesse und hoffe ihr bleibt mir weiterhin treu! Auch im dritten Jahr werde ich wieder versuchen Euch mit interessanten Basslinien aus den verschiedensten Sparten zu versorgen.

Hier eine Übersicht über die 10 beliebtesten Basslines des vergangenen Jahres:

1. Weekly Basslines: #51: She Caught The Katy (Blues Brothers)  
2. Weekly Basslines: #58: Good Times (Chic)  
3. Weekly Basslines: #57: Ramble On (Led Zeppelin) 
4. Special Request: Under The Bridge (Red Hot Chili Peppers)
5. Weekly Basslines #75: Inner City Blues (Marvin Gaye) 
6. Weekly Basslines: #53: Can You Do Without (The Meters)  
7. Weekly Basslines: #63: Stand by me, Every breath you take, Can't Stop Loving You, Just Like a Pill (Ben E. King, Police, Van Halen, Pink)
8. Weekly Basslines: #52: The Lazy Song (Bruno Mars) 
9. Weekly Basslines: #62: Why Did You Do It (Stretch)
10. Weekly Basslines #67: Bouree (Jethro Tull)

 

Und hier die 3 beliebtesten Basslines seit Beginn der "Weekly Basslines":

1. Weekly Basslines: #11 I Need A Dollar (Aloe Blacc)
2. Weekly Basslines: #23: A Night Like This (Caro Emerald)
3. Weekly Basslines: #49: Cello (Udo Lindenberg feat. Clueso)

 

 "Bässte" Grüße

Tom Bornemann

 

11/17/2012

Weekly Basslines #90: Touch Too Much (AC/DC)

Ich habe vor ungefähr 7 Jahren sporadisch als Aushilfe in einer "All-Girl"-AC/DC-Coverband gespielt. Das besondere daran ist, dass ich in dieser Band meine Frau kennen gelernt habe, die dort hinter dem Schlagzeug saß. Aus diesem Grund haben für uns die Songs von AC/DC eine ganz besondere Bedeutung und angesichts der Tatsache, dass bald unser 5. Hochzeitstag naht, darf ein bisschen Nostalgie sein.
Es hat auf jeden Fall einen ganz besonderen "Touch" wenn wir statt auf irgendwelche Schnulzen zu schmachten, uns beim Rocken auf AC/DC an die aufregende Zeit des Sich-Näher-Kommens, des Entdeckens der Seelenverwandtschaft und der ersten gemeinsamen Nächte erinnern. Das entspricht dann auch mehr unserer Wesensart, denn als unter dem Sternzeichen Stier Geborene sind wir oft eher die "Headbanger" als die Balladenschmachter.....
In diesem Sinn: Let's Rock!!!!





11/16/2012

Specials: You can leave your hat on (Joe Cocker)

Das ist heute ein Geburtstagsgeschenk für jemanden, den ich eigentlich gar nicht kenne.

Aber wenn jemand verzweifelt das Internet nach korrekten Noten zu diesem Song durchforstet und - wie so häufig - nichts findet und dann in einen Forum mit seiner Anfrage auch nicht mehr Erfolg hat und sich schließlich die Noten zum Geburtstag wünscht, dann muss ich ja wohl reagieren.

Also erstmal "Happy Birthday" für "Willi960" und hier kommt dein Geschenk:






Mehr Transkriptionen von Joe Cocker:

Summer In The City